Yungang-Grotten, Buddhistische Höhlentempel in Datong, China
Die Yungang-Grotten sind Höhlen, die in Sandsteinfelsen der Region Datong in der Provinz Shanxi gegraben wurden und buddhistische Statuen enthalten. Das Gelände besteht aus mehreren Hundert Höhlenkammern verschiedener Größe, die über Tausende von handgefertigten Figuren und Reliefs verfügen.
Die Grotten wurden zwischen 460 und 524 n. Chr. von Handwerkern der Nordwei-Dynastie in den Felsen gegraben und prägen seither die Geschichte der buddhistischen Kunst in Nord-China. Diese Arbeiten markierten den Augenblick, als buddhistische Höhlenkunst in diesem Teil Chinas zum ersten Mal systematisch entwickelt wurde.
Die Kunstwerke in den Grotten zeigen, wie indische buddhistische Traditionen mit chinesischen Handwerkstechniken verschmolzen sind. Besucher können heute noch sehen, wie lokale Künstler damals zwei verschiedene Kunstwelten miteinander verbanden.
Das Gelände ist am besten zu Fuß zu erkunden, da man die verschiedenen Höhlengruppen in einem natürlichen Rhythmus besuchen kann. Es ist ratsam, genügend Zeit einzuplanen und komfortable Schuhe zu tragen, da der Weg zwischen den Abschnitten bergig ist und viel Auf- und Abstieg erfordert.
In einer der Höhlen ist eine große zentrale Säule komplett als mehrstöckige Pagode geformt, mit Buddha-Figuren angeordnet auf verschiedenen Ebenen. Diese besondere Lösung zeigt, wie Handwerker den begrenzten Platz geschickt nutzten, um viele Figuren in einer einzigen Kammer unterzubringen.
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