Old Bengbu Huai River Railway Bridge, Eisenbahnbrücke im Bezirk Bengshan, China.
Die alte Bengbu-Huai-Eisenbahnbrücke führt die Peking–Shanghai-Bahn zwischen den Bezirken Bengshan und Longzihu über den Huai, 1,9 km südlich des Bahnhofs Bengbu. Ihre stählernen Fachwerkträger ruhen auf Betonpfeilern; 1987–1988 wurde die Brücke nach Norden um 11 Felder auf insgesamt 930,27 m verlängert. Eine 2002 daneben errichtete zweigleisige Brücke bildet mit ihr das Bengbu-Huai-Eisenbahnbrückenpaar.
Der Bau begann im Dezember 1909 und die Brücke wurde am 15. Mai 1911 nach 17 Monaten fertiggestellt; über 1.000 aus Tangshan herbeigeholte Eisenbahner und mehr als 20.000 Bauern aus Nord-Anhui waren daran beteiligt. Damals war sie die zweitgrößte Brücke der Bahnstrecke Tianjin–Pukou, nach der Luokou-Brücke in Jinan. 1938 und 1949 wurde sie gesprengt, um vorrückende Armeen aufzuhalten, und jeweils wieder aufgebaut.
Die Einwohner nennen Bengbu „die von Zügen gezogene Stadt“, und die Brücke ist ihr Wahrzeichen: Nach der Eröffnung 1911 wuchs der Ort von rund 500 Haushalten auf 100.000 Einwohner in den 1930er-Jahren und 300.000 bis 1947. Am Südende erinnert ein am 1. Juli 1949 errichtetes Denkmal an sechs Taucher der Eisenbahnkorps, die beim Bau der Behelfsbrücke und der Reparatur der Hauptbrücke starben.
Die Brücke ist am besten tagsüber zu sehen, wenn der Eisenbahnverkehr aktiv ist und die Struktur deutlich sichtbar ist. Der Fluss bietet verschiedene Blickwinkel von beiden Ufern aus, und die Nähe zur Stadt macht einen Besuch einfach zugänglich.
Die Stahlträger der Brücke wurden bei der Firma Redheugh in Schottland gekauft, während die Druckluftsenkkästen auf der Jiangnan-Werft in Shanghai gefertigt wurden. Die meisten übrigen Materialien stammten aus China, und das Bauwerk kostete weniger als eine Million Silberdollar, was über 100.000 gegenüber dem ursprünglichen Budget einsparte.
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