Zhenchenglou, Kommunale Festungswohnung im Dorf Hongkeng, China.
Zhenchenglou ist eine kreisförmige Festungswohnung in Hongkeng, die aus zwei Ringstrukturen besteht: Der äußere Ring hat 184 Zimmer über vier Etagen, der innere Ring 32 Zimmer auf zwei Ebenen. Die Wände sind aus gestampfter Erde gebaut und mit Bambus verstärkt, was dem Gebäude große Stabilität verleiht.
Das Gebäude wurde 1912 von Nachkommen eines Tabakhändlers erbaut und verbindet chinesische Fengshui-Prinzipien mit westlichen Architektureelementen wie griechischen Säulen. Diese Mischung spiegelt die zunehmende Öffnung Chinas wider, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann.
Die Wohnsiedlung zeigt traditionelle Hakka-Lebensweise, wobei mehrere Familien in separaten Räumen zusammenleben und ihre eigenen Bereiche haben. Man kann heute noch sehen, wie Menschen in solchen Häusern miteinander in den gemeinsamen Innenhöfen verkehren.
Die Struktur ist gut erhalten und begehbar, mit Treppen und Wegen, die die inneren Bereiche verbinden. Es ist hilfreich, früh am Tag zu kommen, wenn weniger Besucher vor Ort sind und die Beleuchtung in den Innenbereichen besser ist.
Die Anordnung des Gebäudes folgt den acht Trigrammen des Bagua, was die chinesische Philosophie in der Architektur widerspiegelt und die äußeren Räume in vier unterschiedliche Bereiche aufteilt. Jeder Bereich war für verschiedene familiäre und handwerkliche Tätigkeiten gedacht.
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