Hunger stone in Děčín, Hydrologische Landmarke an der Elbe in Děčín, Tschechische Republik.
Der Hunger-Stein in Děčín ist ein großer Felsblock im Elbe-Fluss mit mehreren eingekerbten Inschriften. Diese Markierungen verzeichnen Wasserstände aus verschiedenen Dürreperioden über Hunderte von Jahren hinweg.
Die älteste lesbare Inschrift stammt aus dem Jahr 1616, wobei noch ältere Markierungen von 1417 und 1473 durch Witterung stark abgerieben sind. Der Stein dokumentiert somit lange Perioden von Wassermangel in der Region.
Der Stein trägt eine deutsche Inschrift mit der Mahnung 'Wenn du mich siehst, dann weine', die Zeiten der Not kennzeichnet. Diese Worte spiegeln die Angst wider, die Generationen empfanden, wenn das Wasser sank.
Der Stein wird sichtbar, wenn der Elbe-Pegel niedrig ist, was etwa ein Drittel des Jahres der Fall ist. Die beste Gelegenheit, ihn zu sehen, ist in trockenen Sommermonaten, wenn stromaufwärts gelegene Staudämme weniger Wasser ablassen.
Eine Inschrift von 1938 gibt praktischen Rat statt Trauer und empfiehlt Landwirten, ihre Felder selbst zu bewässern. Diese Nachricht zeigt einen Wandel im Umgang mit Dürreperioden von Resignation zu Eigeninitiative.
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