Halligen, Nordseeinseln in Schleswig-Holstein, Deutschland
Die Halligen sind eine Gruppe von zehn kleinen Inseln vor der nordwestdeutschen Küste, die auf Meereshöhe liegen und regelmäßig überflutet werden. Die Häuser stehen auf künstlich aufgeschütteten Erdhügeln, die als Warften bezeichnet werden und als Schutz vor dem Wasser dienen.
Die heutigen Halligen entstanden nach schweren Sturmfluten im 17. und 18. Jahrhundert, die größere Landstriche an der Küste zerrissen und ins Meer spülten. Danach bauten die verbliebenen Bewohner ihre Häuser auf Warften, um sich gegen künftige Fluten zu schützen.
Die Bewohner leben auf ihren Warften nach einem Rhythmus, der von Ebbe und Flut bestimmt wird, und pflegen einen engen Zusammenhalt in der kleinen Gemeinschaft. Viele Häuser tragen alte friesische Namen, die noch heute an die maritime Vergangenheit der Familien erinnern.
Fähren verkehren von der Küste aus zu einigen der Inseln, wobei die Überfahrt je nach Tide und Wetter variiert. Besucher sollten wetterfeste Kleidung mitbringen, da Wind und Nässe hier auch im Sommer häufig sind.
Bei Hochwasser können die Warften mehrere Dutzend Male im Jahr zu isolierten Inseln werden, während das umliegende Salzmarschland unter Wasser verschwindet. Manche Bewohner nutzen dann kleine Boote, um zwischen den Hügeln zu pendeln und Nachbarn zu besuchen.
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