Hamburger Hallig, Gezeiteneinsel in Nordfriesland, Deutschland
Hamburger Hallig ist eine Gezeiteneiland in der Nordsee vor der Westküste von Nordfriesland mit einer Fläche von etwa 50 Hektar. Die Insel ist über einen Damm mit dem Festland verbunden und besteht aus drei künstlichen Hügeln, auf denen Gebäude und Anlagen errichtet wurden.
Die Insel wurde im frühen 17. Jahrhundert von Hamburger Kaufleuten mit Deichen ausgebaut, doch die Burchardi-Flut von 1634 zerstörte diese frühen Schutzmaßnahmen. Seitdem wurde die Insel mehrmals besiedelt und aufgebaut, wobei sich ihre Struktur immer wieder an die Kräfte der Natur anpassen musste.
Die drei Warften – künstliche Hügel namens Hauptwarft, Kuhberg und Schafsberg – prägen das Erscheinungsbild und zeigen, wie die Menschen hier seit Jahrhunderten mit dem Wasser leben. Diese Erhebungen sind nicht nur Schutzbauten, sondern auch Orte, an denen sich das tägliche Leben auf der Insel konzentriert.
Der beste Zugang ist über den Damm vom Festland, und die Insel kann zu Fuß erkundet werden, da Autos begrenzt sind. An der Hauptwarft gibt es in den Sommermonaten eine Gaststätte und grundlegende Einrichtungen, sodass Besucher sich hier versorgen können.
Die Insel wird etwa 50 Mal pro Jahr von der Nordsee überflutet, wobei nur die drei Warften aus dem Wasser ragen wie Inseln in einem See. Dieses Phänomen macht Besuchern deutlich, wie extrem die Gezeiten hier sind und warum die Bewohner ihre Gebäude so konstruiert haben.
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