Torgau, Historische Stadt in Nordsachsen, Deutschland
Torgau ist eine Bezirkshauptstadt an der Elbe in Nordsachsen, Deutschland, deren Stadtbild von Bauten aus der Renaissance geprägt wird. Schloss Hartenfels thront über dem Fluss und dominiert die Silhouette der Altstadt mit ihren Türmen und Arkadenhöfen.
Die Stadt entwickelte sich im Mittelalter als Handelsplatz und wurde im 16. Jahrhundert Residenz der sächsischen Kurfürsten, die das Schloss zum Zentrum der Reformation ausbauten. Ende April 1945 trafen sich hier amerikanische und sowjetische Truppen am Elbufer, was als Elbe Day in die Geschichte einging.
Der Spitzname Lutherstadt erinnert an die enge Verbindung mit dem Reformator, der hier mehrmals predigte und dessen Ehefrau Katharina von Bora 1552 in der Stadt verstarb. Besucher können heute noch die Katharina-Luther-Stube besichtigen, wo sie ihre letzten Tage verbrachte.
Der Bahnhof liegt etwa 15 Gehminuten westlich der Altstadt und bietet regelmäßige Verbindungen zu größeren Städten in Sachsen. Ein Spaziergang entlang der Elbe führt vom Schloss durch Parks bis zu Brückenübergängen mit Blick auf das Wasser.
Der Schlosshof beherbergt einen spiralförmigen Wendelstein aus Sandstein, der ohne zentrale Säule konstruiert wurde und als architektonische Seltenheit der Renaissance gilt. Diese Treppe verband die Wohnräume des Kurfürsten mit den öffentlichen Empfangssälen im oberen Stockwerk.
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