Residenz Eichstätt, Barockschloss in Eichstätt, Deutschland
Die Residenz Eichstätt ist ein dreiflügeliger Barockbau am Residenzplatz, der um 1700 an der Stelle des Alten Hofes entstand. Ihr Treppenhaus besitzt ein kunstvoll geschmiedetes eisernes Geländer und ein Deckenfresko von Johann Michael Franz mit dem Sturz des Phaethon; der Spiegelsaal mit Leimfarbenbildern desselben Künstlers schließt an.
Der Fürstbischof Martin von Eyb ließ den Palast ab 1700 errichten und ersetzte damit das ältere Schloss mit einem modernen Barockbau. Der westliche Flügel war 1702 fertig, während die anderen Teile über die folgenden Jahre vollendet wurden.
Die Decke des Spiegelsaals trägt mythologische Szenen in Leimfarben von Johann Michael Franz, der auch das Treppenhausfresko mit dem Sturz des Phaethon schuf. Der Saal gehört zur Rokoko-Ausstattung, die unter Fürstbischof Raymund Anton Graf von Strasoldo durch Hofbaumeister Maurizio Pedetti entstand. Auch der Residenzplatz mit seiner Mariensäule im Zentrum eines von Putten umsäumten Brunnens erhielt unter Strasoldo seine heutige Gestalt.
Bei einem Besuch sollte man beachten, dass nur bestimmte Räume wie der Spiegelsaal zugänglich sind und diese normalerweise nur mit Führung besichtigt werden können. Es ist ratsam, vorab die Öffnungszeiten zu prüfen, da diese je nach Saison variieren können.
Seit 1976 sitzt im Schloss das Landratsamt des Landkreises Eichstätt. Ein Teil der Räume wurde restauriert und ist zusammen mit einer kleinen Galerie von Werken des Malers Carl Otto Müller zu besichtigen. Die Anlage ist unter der Aktennummer D-1-76-123-210 als Baudenkmal verzeichnet.
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