Dom zu Eichstätt, Gotischer Dom in Eichstätt, Deutschland.
Der Eichstätter Dom ist eine dreischiffige Hallenkirche mit einem weiß verputzten Westturm, der von zwei dunklen Spitzen mit goldenen Aufsätzen bekrönt wird und ein rundes Zifferblatt mit schwarzen Ziffern trägt. Der lange Baukörper besitzt ein steiles braunes Ziegeldach, einen Giebel mit großem Spitzbogenfenster und einen kleinen achteckigen Turm. Die Kirche ist 98 Meter lang.
Der hl. Willibald errichtete hier im 8. Jahrhundert eine erste Steinkirche; Teile ihres Mauerwerks sind im Ostchor erhalten. Bischof Heribert ersetzte ab 1022 den karolingisch-ottonischen Komplex, und Bischof Gundekar II. weihte 1060 ein neues Langhaus und einen Chor. Die heutige Hallenkirche entstand ab 1256, das nördliche Hauptportal ist mit 1396 bezeichnet, und die barocke Westfassade Gabriel de Gabrielis wurde 1716–1718 vorgebaut.
Das Patrozinium nennt Maria, den heiligen Willibald und den heiligen Salvator; Willibald gründete das Bistum, seine Gebeine wurden ab 1256 in den frühgotischen Westchor übertragen. 1745 feierte das Bistum sein tausendjähriges Jubiläum, zu dem Bischof Johann Anton II. den Rokokoaltar am Anfang des Willibaldschores stiftete. Angeschlossen ist das Museum „Domschatz- und Diözesanmuseum“.
Das Gebäude befindet sich in der Mitte der Altstadt und ist leicht zu finden, da es als Orientierungspunkt hervorragt. Besucher sollten Zeit für eine genaue Betrachtung der architektonischen Details mitbringen und sich auf unebene Böden innerhalb des Gebäudes einstellen.
Der Dom besitzt 18 Glocken, verteilt auf seine beiden Türme, eine der größten Kirchenglockensammlungen Deutschlands. Die älteste, die Frauenglocke, stammt vom Beginn des 14. Jahrhunderts; die Sterbeglocke, genannt Klag, wiegt etwa 120 Kilogramm und läutet nur beim Tod eines Mitglieds der Domgemeinschaft.
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