Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl, Astronomisches Observatorium auf dem Königstuhl, Heidelberg, Deutschland
Die Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl ist ein astronomisches Observatorium auf dem Königstuhl, einem Hügel südlich der Heidelberger Altstadt, auf etwa 560 Metern Höhe. Es gehört zur Universität Heidelberg und beherbergt mehrere historische Teleskope sowie Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert.
Das Observatorium geht auf eine 1774 in Mannheim gegründete Sternwarte zurück, die wegen schlechter Sichtbedingungen 1898 auf den Königstuhl verlegt wurde. Dort entwickelte es sich schnell zu einem aktiven Forschungsort, an dem Astronomen wie Max Wolf und Karl Wilhelm Reinmuth arbeiteten.
Das Observatorium auf dem Königstuhl ist heute ein Ort, den Besucher direkt erkunden können: Sie sehen die alten Teleskope, gehen durch historische Gebäude und folgen einem begehbaren Modellpfad, der die Planeten unseres Sonnensystems zeigt. Dieser Pfad vermittelt auf einfache Weise, wie groß und weit voneinander entfernt die Planeten wirklich sind.
Das Observatorium auf dem Königstuhl ist zu Fuß oder mit der Standseilbahn erreichbar, die von der Heidelberger Altstadt aus fährt. Wer nachts beobachten möchte, sollte öffentliche Veranstaltungen im Voraus prüfen, da der Zugang zum Gelände zu bestimmten Zeiten eingeschränkt sein kann.
Der Asteroid Achilles, 1906 am Königstuhl entdeckt, war der erste bekannte trojanische Asteroid überhaupt, also ein Himmelskörper, der in einem stabilen Punkt der Umlaufbahn des Jupiter kreist. Der Name Achilles wurde bewusst gewählt und gab einer ganzen Gruppe solcher Asteroiden den Namen.
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