Gemäldegalerie Alte Meister Dresden, Kunstmuseum in Dresden, Deutschland
Die Gemäldegalerie Alte Meister ist ein Museum im Semper-Galerieflügel des Dresdner Zwingers, das etwa 750 europäische Gemälde aus dem 15. bis 18. Jahrhundert ausstellt. Die Räume erstrecken sich über zwei Etagen und gruppieren die Werke nach Herkunftsland und Epoche, mit breiten Wandflächen und Oberlichtern in den zentralen Sälen.
August der Starke und Friedrich August II. trugen zwischen 1694 und 1763 systematisch Gemälde aus ganz Europa zusammen, um die sächsische Hofsammlung zu erweitern. Der Bestand kehrte 1955 aus der Sowjetunion zurück, nachdem er während des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmt worden war, wobei mehr als 200 Bilder verloren gingen.
Der Name verweist auf die Konzentration auf Gemälde vor 1800, eine Zeit, die in Sachsen bis heute als Blütezeit der europäischen Malkunst gilt. Besucher erleben die Hängung in einem Wechsel zwischen dunklen Sälen und lichtdurchfluteten Kabinetten, wobei italienische und niederländische Meister die meisten Wände füllen.
Das Museum öffnet von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr, mit Audioguides und thematischen Führungen gegen Aufpreis. Die Säle liegen im ersten und zweiten Obergeschoss, erreichbar über Treppen und Aufzüge vom Innenhof des Zwingers.
Die Madonna mit dem Jesuskind von Raffael hängt in einem eigenen Saal mit gepolsterten Bänken, wo Besucher oft längere Zeit verweilen. Das Gemälde kam 1754 für eine enorme Summe aus einem italienischen Kloster nach Sachsen und gilt seither als Herzstück der Sammlung.
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