Holstein, Historische Region in Norddeutschland
Holstein ist eine historische Region im Norden Deutschlands, die sich zwischen der Nordsee und der Ostsee erstreckt, wobei die Eider die nördliche und die Elbe die südliche Grenze bildet. Das Gebiet umfasst landwirtschaftlich genutzte Flächen, Küstenlandschaften und mehrere größere Städte, darunter Kiel, Lübeck und Neumünster.
Das Gebiet wandelte sich im Lauf des Mittelalters von einer Grafschaft zu einem Herzogtum, das 1474 offiziell errichtet wurde. Über Jahrhunderte bestand eine enge politische Verbindung mit Dänemark durch Personalunion, bis diese im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 endete.
Der Name leitet sich vom sächsischen Stamm der Holcetae ab, der sich in der Nähe von Hamburg niederließ und dessen Bezeichnung auf Waldbewohner verweist. Viele Ortsnamen und regionale Bräuche erinnern heute noch an diese germanische Siedlungsgeschichte und die verwurzelte Verbindung zum Norden.
Besucher bewegen sich meist mit dem Auto oder der Bahn zwischen den Städten, wobei die Küstengebiete und die Binnenseen im Sommer stärker frequentiert werden. Wer die ländlichen Gegenden erkunden möchte, sollte etwas mehr Zeit einplanen, da die Straßen sich oft durch kleine Dörfer und offene Felder winden.
Ein Herzog aus dieser Gegend, Karl Peter Ulrich von Holstein-Gottorp, bestieg 1762 als Zar Peter III. den russischen Thron und verband damit eine norddeutsche Dynastie mit dem Zarenreich. Diese Verbindung zeigt, wie weit die dynastischen Fäden der Region reichten.
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