Geislingen an der Steige, Große Kreisstadt in Baden-Württemberg, Deutschland.
Geislingen an der Steige ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg, eingebettet in fünf Täler am Nordrand der Schwäbischen Alb auf 464 Metern Höhe. Das Stadtgebiet erstreckt sich entlang steiler Hänge und schmaler Durchgänge, die von bewaldeten Höhenzügen umgeben sind und dem Ort seine charakteristische Lage verleihen.
Die Siedlung entstand um das Jahr 1100 als Sammelstelle an einer wichtigen Handelsroute zwischen Rheintal und Mittelmeer, gegründet von den Grafen von Helfenstein. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Kontrolle mehrfach, bis der Ort im 19. Jahrhundert durch den Eisenbahnbau neue wirtschaftliche Bedeutung erlangte.
Die Stadt trägt ihren Namen nach dem Fluss Geislinger Steige, der durch mehrere enge Täler fließt und einst die Entwicklung der Ortschaft prägte. Besucher begegnen heute noch alemannischen Fachwerkhäusern entlang der schmalen Gassen, während das Museum Alter Bau wechselnde Ausstellungen lokaler Künstler zeigt.
Der Ort ist von Stuttgart und Ulm aus mit Regionalzügen erreichbar, die durch das steile Tal fahren und mehrmals täglich halten. Lokale Buslinien verbinden die verschiedenen Talabschnitte miteinander und fahren unter dem Verkehrsverbund Filsland.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen sich estnische Flüchtlinge in großer Zahl hier nieder und gründeten ein estnisches Gymnasium sowie ein Theater. Diese Einrichtungen bestehen bis heute und bewahren die estnische Sprache und Kultur mitten in Süddeutschland.
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