Neues Schloss, Gotisches Schloss in Ingolstadt, Deutschland
Das Neue Schloss in Ingolstadt ist eine spätmittelalterliche Burganlage aus dem 15. Jahrhundert mit mächtigen Steinmauern, mehreren Türmen und einem gut erhaltenen Innenhof. Das Gebäude liegt im Herzen der Altstadt und ist eines der markantesten Bauwerke der Stadt.
Um 1430 begann Herzog Ludwig VII. von Bayern-Ingolstadt nahe dem Alten Feldkirchner Tor den Bau einer neuen Burg, der „Neuen Veste“, für die Bürgerhäuser abgerissen wurden. Nach dem Aussterben seiner Linie 1450 fiel die Anlage an Bayern-Landshut; um 1470 ließ Ludwig der Reiche Getreidespeicher und Befestigung ergänzen, ab 1479 entstand der Palas, bis 1489 weitgehend fertig. Seit 1972 beherbergt das Schloss das Bayerische Armeemuseum.
Das Neue Schloss war über Jahrhunderte der Sitz bayerischer Herzöge und prägt noch heute das Stadtbild von Ingolstadt. In seinen Räumen ist heute das Bayerische Armeemuseum untergebracht, das Besucher durch die Militärgeschichte des Landes führt.
Das Schloss liegt in der Innenstadt und ist gut zu Fuß erreichbar. Da die Böden und Treppen uneben sein können, empfiehlt sich festes Schuhwerk für den Besuch.
Der Palas folgt im Süden dem alten Lauf der Schutter; zum Hof hin hat er zwei kleinere Ecktürme über quadratischem Grundriss, nach Südosten einen großen viereckigen Turm und nach Nordosten den Fünfeckturm. Im Erdgeschoss stützt das Netzrippengewölbe der Dürnitz zwei Achtkantpfeiler, im Schönen Saal entfalten sich die Rippen sternförmig aus einer Mittelsäule.
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