Bayerisches Armeemuseum, Militärmuseum im Neuen Schloss, Ingolstadt, Deutschland
Das Bayerische Armeemuseum ist ein Militärmuseum in Ingolstadt, das Waffen, Uniformen, Rüstungen und Dokumente aus mehreren Jahrhunderten zeigt. Die Sammlung reicht vom Mittelalter bis zum Ersten Weltkrieg und verteilt sich auf mehrere historische Gebäude wie das Neue Schloss und die Redoute Tilly.
Das Museum wurde 1879 von König Ludwig II. auf Anregung General Friedrich von Bothmers und Kriegsministers Joseph Maximilian von Maillinger gegründet, um verstreute Sammlungen Bayerns zusammenzuführen. Unter dem ersten Direktor Josef Würdinger war es bis 1905 im Münchner Zeughaus, dann in einem Neubau Ludwig von Mellingers am Hofgarten. 1969 kam die Sammlung ins Ingolstädter Neue Schloss und wurde dort 1972 unter Peter Jaeckel eröffnet.
Der Name erinnert an die Armee des Königreichs Bayern, die nach 1871 eigene Streitkräfte unter dem Monarchen behielt und 1918/19 aufgelöst wurde. Das Reduit Tilly zeigt den Ersten Weltkrieg, und seit 2012 beherbergt der benachbarte Turm Triva das 2007 aus Bamberg übernommene Bayerische Polizeimuseum.
Das Museum befindet sich an der Paradeplatz 4 und verteilt sich auf mehrere historische Gebäude, die zu Fuß erreichbar sind. Es ist hilfreich, genug Zeit einzuplanen, da die Sammlung sehr groß ist und man sich zwischen den Gebäuden bewegen muss.
Das als „Türkenzelt“ bezeichnete Zelt des Großwesirs Sari Süleiman Pascha ist seit April 2021 wieder im Neuen Schloss zu sehen. Es war lange nicht ausgestellt und kehrte mit dem nach der Landesausstellung von 2015 neu gestalteten Rundgang zurück.
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