Nord-Ostsee-Kanal, Schifffahrtskanal in Schleswig-Holstein, Deutschland.
Der Nord-Ostsee-Kanal ist ein Schiffahrtskanal in Schleswig-Holstein, der die Nordsee bei Brunsbüttel mit der Ostsee bei Kiel-Holtenau auf einer Länge von 98 Kilometern verbindet. Die Wasserstraße durchquert sanft hügeliges Gelände und verläuft meist durch offene Landschaft mit Feldern und kleineren Ortschaften entlang beider Ufer.
Kaiser Wilhelm II weihte den Kanal 1895 ein, nachdem etwa 9.000 Arbeiter acht Jahre lang rund 80 Millionen Kubikmeter Erdreich bewegt hatten. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Fahrrinne mehrfach verbreitert und vertieft, um größere Schiffe durchzulassen.
Die offizielle Bezeichnung Nord-Ostsee-Kanal spiegelt die Verbindung zweier Meere wider, während Einheimische oft einfach vom NOK sprechen. Entlang der Ufer haben sich typische Dörfer und Anlegestellen entwickelt, wo man Schiffe aus aller Welt beobachten kann.
Von beiden Ufern aus lassen sich die durchfahrenden Schiffe gut beobachten, und mehrere Aussichtspunkte bieten freien Blick auf den Verkehr. Fähren verkehren regelmäßig zwischen den Ufern und ermöglichen eine kurze Überquerung zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Die Rendsburger Hochbrücke trägt unter ihrer Fahrbahn eine Schwebefähre, die seit 1913 Fahrzeuge und Fußgänger über das Wasser befördert. Dieses hängende Konstrukt bewegt sich entlang von Schienen an der Unterseite der Brücke und erspart den Umweg über Land.
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