Spreewald, Biosphärenreservat in Brandenburg, Deutschland
Der Spreewald ist eine Flussaue in Brandenburg, südöstlich von Berlin, wo sich die Spree in mehr als 200 schmale Wasserläufe teilt. Diese Kanäle ziehen sich durch Erlenbruch, Feuchtwiesen und kleine Siedlungen, die teilweise nur mit dem Boot erreichbar sind.
Die Spree formte diese verzweigte Landschaft am Ende der letzten Eiszeit, als Schmelzwasser die sandigen Ebenen durchschnitt. Slawische Siedler kamen im frühen Mittelalter und begannen, die Sumpfgebiete durch Kanäle und Dämme zu bewirtschaften.
Die Sorben bewohnen diese Gegend seit Jahrhunderten und pflegen ihre westslawische Sprache im Alltag. Man sieht zweisprachige Ortsschilder an den Dorfwegen, und in den Gaststätten hört man oft Sorbisch zwischen den Tischen.
Die schmalen Kanäle lassen sich am besten mit flachen Holzkähnen befahren, die von erfahrenen Fährleuten gestakt werden. Im Sommer kann man auch Kajaks und Kanus mieten, um die ruhigeren Abschnitte zwischen den Dörfern selbst zu erkunden.
In einigen Dörfern bringt der Postbote Briefe und Pakete noch heute mit dem Kahn, weil viele Häuser keine Straßenanbindung haben. An heißen Tagen sieht man auch Milchwagen und Lieferfahrzeuge, die auf flachen Booten über die Kanäle gleiten.
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