Rammelsberg, Bergbaumuseum in Goslar, Deutschland
Rammelsberg ist ein Bergbaumuseum bei Goslar im Landkreis Goslar, Deutschland, das Stollen, Förderanlagen und Ausstellungsräume zur Erzgewinnung umfasst. Die Gebäude verteilen sich über das Gelände am Fuß des gleichnamigen Berges und zeigen Maschinen sowie Aufbereitungsanlagen aus verschiedenen Epochen.
Die Grube begann ihre Tätigkeit im Mittelalter und förderte bis 1988 kontinuierlich Silber, Kupfer und Blei, die Goslar zu Reichtum verhalfen. Nach der Stilllegung wurde die gesamte Anlage zum Museum umgewandelt und für Besucher zugänglich gemacht.
Der Name verweist auf den Berg, der über Jahrhunderte das Wirtschaftsleben der Region prägte und heute Besucher durch seine erhaltenen Anlagen anzieht. Viele Gäste kommen hierher, um nachzuvollziehen, wie Bergleute einst unter Tage arbeiteten und welche Werkzeuge sie dabei nutzten.
Führungen bringen Besucher sowohl in die oberirdischen Anlagen als auch in die unterirdischen Kammern, wobei festes Schuhwerk und warme Kleidung empfohlen werden. Das Gelände ist täglich geöffnet und die Touren dauern je nach Route zwischen einer und zwei Stunden.
Der um 1500 auf einer Halde am Hang errichtete Maltermeisterturm gilt als ältestes erhaltenes Tagesgebäude des Rammelsbergs und wohl Deutschlands. Zunächst diente er der Aufsicht über die Gruben, von 1578 bis 1804 beherbergte er eine Glocke. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts wohnte der Maltermeister im Turm und verwaltete das nach Maltern bemessene Holz für den Bergbau.
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