Rammelsberg, Gipfel und Nationales Geotop in Goslar, Deutschland
Der Rammelsberg ist ein Berg am nördlichen Rand des Harzes mit einer Höhe von etwa 635 Metern und wurde als Geotop unter Schutz gestellt. Seine Gesteine zeigen verschiedene mineralische Schichten, die die lange Geschichte der Ressourcennutzung dokumentieren.
Der Bergbau am Rammelsberg ist um 968 belegt, als Kaiser Otto der Große Silberadern öffnen ließ; Schlacken und Erze aus Düna deuten jedoch auf Abbau ab dem späten 7. Jahrhundert. Die Gruben gehörten direkt dem Kaiser, bis der Rat der Stadt Goslar 1359 das Bergregal kaufte. 1376 starben bei einem Unglück über 100 Bergleute. Nach jahrzehntelangen Streitigkeiten nahm Herzog Heinrich V. von Braunschweig-Wolfenbüttel die Gruben 1552 an sich; 1988 endete die Förderung.
Der Name Rammelsberg geht auf Sagen um den Ritter Ramm zurück, der 968 bei der Jagd sein Pferd an einen Baum band; das Tier scharrte mit den Hufen und legte Silbererz frei. Andere Erklärungen leiten den Namen vom Bärlauch (niederdeutsch Ramsen) an den Hängen ab oder von einem alten Wort für Kupfererz, bedeutet italienisch rame doch bis heute Kupfer. Der vor 1530 am Westfuß angelegte Herzberger Teich lieferte Aufschlagwasser für die Wasserräder des Bergwerks und diente bis etwa 2000 als Waldbad.
Wanderwege führen auf den Gipfel und zu verschiedenen geologischen Aussichtspunkten, wobei die Wege unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bieten. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen und auf wechselhaftes Wetter vorbereitet sein, besonders in den höheren Bereichen.
Unter der Erde liegt ein riesiges Labyrinth aus Stollen und Kammern, das sich über Kilometer erstreckt und heute teilweise für Besucher zugänglich ist. Diese unterirdischen Räume geben einen direkten Einblick in die harte Arbeit und die enormen Mengen an Material, die Bergleute Jahrhundert für Jahrhundert herausholen mussten.
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