Klauskapelle, Romanische Kapelle in Goslar, Deutschland
Die Klauskapelle in Goslar ist eine kleine romanische Saalkirche aus Bruchsteinmauerwerk. Der flachgedeckte Hauptraum misst 10 auf 7 Meter, daran schließt sich ein rechteckiger Chor mit Kreuzgratgewölbe und Rundapsis an. Die Nordwand enthält den Eingang und drei romanische Rundbogenfenster; die Südwand war Teil der Stadtmauer und ist fensterlos.
Die Kapelle wurde erstmals 1186 urkundlich erwähnt und diente ursprünglich als Torkapelle an der Stadtmauer. Ab 1537 wandelte sie sich zu einem Gebetsort für die Bergleute des nahen Rammelsbergs um.
Die Kapelle ist dem heiligen Nikolaus geweiht, dem Schutzpatron von Reisenden und Lastträgern, weil sie nahe beim südlichen Stadttor stand. Der Name und die Lage zeigen, wie wichtig dieser Ort für Menschen war, die die Stadt verließen oder betraten.
Die Kapelle ist nicht immer frei zugänglich und Besuche sollten vorher arrangiert werden. Führungen werden durch die Frankenberger Pfarrei angeboten und geben Einblick in die Geschichte und Funktion des Ortes.
In der Nordwand der Kapelle sind zwei verwitterte Reliefs eingelassen, vermutlich Darstellungen des heiligen Nikolaus, in der Mauer, die die Westwand fortsetzt. Im Inneren steht auf dem Altar ein Leuchter aus Reicherz, ein zweiter aus Armerz ruht auf einer mittelalterlichen Erztrage am Boden; beide entstanden für die Dankfeier 1988 nach der Schließung des Rammelsbergs.
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