Brusttuch, Renaissancegebäude in Goslar, Deutschland
Das Brusttuch ist ein Renaissance-Gebäude in Goslar mit einer unregelmäßigen trapezförmigen Form und detaillierten Holzschnitzereien an den Obergeschossen. Die steile Dachline und die kunstvoll gestalteten Fachwerk-Fassaden prägen das Erscheinungsbild deutlich.
Das Gebäude wurde zwischen 1521 und 1526 als Wohnhaus eines wohlhabenden Bürgers namens Johannes Thiling erbaut. Diese Bauphase fiel in eine Zeit, als Goslar als Handelsstadt seinen Reichtum durch Bergbau und Fernhandel erhielt.
Das Haus zeigt geschnitzte Figuren aus der antiken Mythologie, und eine besondere Statue zeigt eine Magd mit Holzschuhen, die in der lokalen Überlieferung eine Rolle spielt. Diese Schnitzereien erzählen Geschichten, die die Bewohner und Besucher seit Jahrhunderten kennen und weitergeben.
Das Haus funktioniert heute als Hotel und Restaurant, was es Gästen ermöglicht, die mittelalterliche Architektur beim Essen oder Übernachten zu erleben. Der Innenhof und die öffentlichen Bereiche können oft besichtigt werden, auch wenn man nicht übernachtet.
Das Gebäude wurde ohne rechte Winkel konstruiert und besitzt eine komplexe geometrische Form, die es zu einer außergewöhnlichen Herausforderung für die Handwerker machte. Diese ungewöhnliche Bauweise war das Ergebnis der engen Grundstückssituation und besonderen Anforderungen des Ortes.
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