Goslarer Dom, Romanische Stiftskirche in Goslar, Deutschland
Goslar-Dom war eine romanische Hallenkirche mit drei Schiffen, zwei oktogonalen Türmen und drei Apsen im Osten, die aus behauenen Kalksteinblöcken errichtet wurde. Der Bau folgte dem typischen Schema eines kaiserlichen Gotteshauses und integrierte sich in die Palastanlage.
Die Kathedrale entstand zwischen 1040 und 1050 als Mittelpunkt des kaiserlichen Residenzbereichs unter Heinrich III. Der Bau wurde 1819 abgerissen, doch die nördliche Vorhalle mit ihren Reliefs blieb erhalten.
Der Name der Kathedrale verweist auf den lokalen Schutzpatron Krodo, einen heidnischen Gott, der später christianisiert wurde. Die Menschen in Goslar verbinden diesen Ort mit ihrer mittelalterlichen Identität als Kaisersitz.
Der einzige erhaltene Teil ist die nördliche Portalanlage, die man in der Nähe des ehemaligen Palastbereichs besichtigen kann. Es ist empfehlenswert, den angrenzenden Ulrichkapelle zu besuchen, um die vollständige Geschichte des Ortes zu verstehen.
Das Herz von Kaiser Heinrich III. liegt nicht in der Kathedrale selbst, sondern ruht unter einer Gedenkplatte in der benachbarten Ulrichkapelle. Diese ungewöhnliche Bestattung verbindet zwei Bauwerke des kaiserlichen Komplexes auf symbolische Weise.
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