Waldeck, Ehemaliges Fürstentum in Zentraldeutschland.
Die Waldecker Grafschaft und das Pyrmont bildeten bis 1918 ein eigenständiges Fürstentum in Mitteleuropa. Ihr Gebiet erstreckte sich über Teile des heutigen Hessens und Niedersachsens.
Das Gebiet wurde 1180 zur Grafschaft innerhalb des Heiligen Römischen Reiches erhoben. Kaiser Karl VI erhob es 1712 in den Fürstenstand, was ihm internationale Anerkennung als eigenständiges Fürstentum brachte.
Das Gebiet war lange Zeit durch Verbindungen zu europäischen Fürstenhäusern geprägt, die durch strategische Eheschließungen entstanden. Diese Beziehungen zu niederländischen und britischen Höfen prägten das kulturelle Leben der Region nachhaltig.
Der Sitz der fürstlichen Familie, das Schloss Arolsen, ist heute zugänglich und zeigt Exponate zur Geschichte des Fürstentums. Wer sich für die Verwaltungsgeschichte interessiert, findet dort erhaltene Dokumente aus dieser Zeit.
Die Region war bekannt dafür, dass sie Soldatenregimenter an British und niederländische Armeen entsandte. Diese Regimenter kämpften unter anderem im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg an der Seite der Europäer.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.