Sender Ehndorf, Sendeturm in Arpsdorf, Deutschland.
Der Ehndorf-Sender ist eine Sendeanlage in Arpsdorf mit zwei stählernen Gittermasten, die jeweils 65 Meter hoch sind. Die Konstruktion diente hauptsächlich zum Aussenden von Mittelwellensignalen für maritime Wettermeldungen über Nord- und Ostsee.
Der Sender wurde im November 1967 in Betrieb genommen und arbeitete mit einer Gesamtleistung von 600 Kilowatt, die von zwei Röhrsendern zu je 300 Kilowatt stammte. Damit gehörte er zu einer neuen Infrastruktur für grenzüberschreitende Rundfunkkommunikation während des Kalten Krieges.
Von 1967 bis 1994 sendete die Station tagsüber deutschsprachige Programme des Deutschlandfunks für die DDR und abends fremdsprachige Programme.
Der Standort ist von der nahe gelegenen Straße aus sichtbar, aber das Gelände ist nicht öffentlich zugänglich und dient nur professionellen Zwecken. Besucher können die Struktur von außen beobachten und das technische Design der Anlage vom Rand des Anwesens aus untersuchen.
Die genaue Positionierung der Anlage wurde berechnet, um Störungen mit einem Sender über 1360 Kilometer entfernt in Novi Sad in Serbien zu minimieren. Diese lange Distanz zeigt, wie sorgfältig Rundfunkanlagen damals weltweit koordiniert wurden.
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