Zeche Vereinigte Gibraltar Erbstollen, Historisches Kohlebergwerk in Stiepel, Bochum, Deutschland
Die Zeche Vereinigte Gibraltar Erbstollen ist eine stillgelegte Kohlemine bei Bochum-Stiepel mit einem rund 2000 Meter langen Stollensystem, das den Kohletransport ermoeglichte und Wasser zur Ruhr ableitete. Das Gelande zeigt noch heute Reste von Bergbaugebaeuden und Infrastruktur aus der Industriezeit.
Die Mine erhielt ihre Betriebsgenehmigung 1786 von der Koeniglich-Preussischen Bergbehoerde und wuchs zu einer der groesseren Anlagen der Region heran. Ihre Betriebszeit endete mit dem wirtschaftlichen Rueckgang des Ruhrbergbaus im 20. Jahrhundert.
Der Komplex zeigt die Bedeutung des Bergbaus für die Region an der Ruhr, wo Kohleförderung die alltägliche Arbeit und das Zusammenleben der Menschen prägte. Die Ruinen und erhaltenen Strukturen erzählen heute von dieser industriellen Vergangenheit, die das Gesicht der Gegend formte.
Das Gelande befindet sich in der Naehe des Kemnader Stausees und war lange Zeit wenig zugaenglich fuer Besucher, wobei Teile davon heute von der Universitaet Bochum genutzt werden. Wer die Route entlang des Sees erkunden moechte, findet dort offene Wege, die einen guten Ueberblick ueber die historischen Strukturen ermoeglichen.
In der Zeit zwischen 1933 und 1945 wurden die stillstehenden Bergbaugebaeude von paramilitaerischen Gruppen als Trainingslager genutzt. Diese Nutzung ist heute eine oft uebersehene Spur der lokalen Geschichte, die zeigt, wie Industrieflaechen in dieser Periode umfunktioniert wurden.
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