Neue Synagoge, Synagoge in Berlin-Mitte, Deutschland
Die Neue Synagoge ist ein Gotteshaus im maurischen Stil im Berliner Bezirk Mitte, das heute vor allem als Museum und Gedenkstätte fungiert. Vordere Fassadenteile mit Backstein und Glasmosaiken flankieren den Haupteingang, über dem eine goldene Kuppel aufragt.
Eduard Knoblauch entwarf das Gebäude ab 1859, während Friedrich August Stüler die Arbeiten nach Knoblauchs Tod 1865 abschloss. Durch Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg und den darauffolgenden Abriss der zerstörten Teile blieben nur Fassade und Vorderräume erhalten.
Der Name stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die jüdische Gemeinde ein größeres Gotteshaus brauchte als die bisherigen Bethäuser in der Stadt. Heute dient das Gebäude als Ausstellungs- und Gedenkort, während nur ein kleiner Teil für Gottesdienste genutzt wird.
Der Zugang zur Kuppelgalerie erfordert das Steigen mehrerer Treppen, weshalb Besucher festes Schuhwerk tragen sollten. Wer einen Rundgang plant, findet neben der Dauerausstellung auch wechselnde Präsentationen zur jüdischen Geschichte in Berlin.
Otto von Bismarck nahm 1866 an der Einweihungszeremonie teil, ein seltener Besuch eines preußischen Ministerpräsidenten in einer jüdischen Einrichtung. Die goldene Kuppel wurde nach Kriegsschäden erst in den 1980er Jahren wiederaufgebaut und 1995 mit neuer Vergoldung abgeschlossen.
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