Zeche Westerholt, Industriedenkmal der Kohleförderung in Gelsenkirchen, Deutschland
Zeche Westerholt ist ein Bergbaukomplex, der sich über Gelsenkirchen und Herten erstreckt und mehrere Schächte sowie Industriegebäude aus verschiedenen Bauphasen enthält. Das Gelände zeigt Fördertürme, Maschinen und Verwaltungsgebäude, die den Betrieb einer großen Kohlemine dokumentieren.
Der Komplex wurde 1908 gegründet, um Kohle für Eisenbahnen und die Kriegsmarine des Preußischen Reiches zu liefern. Die Mine arbeitete fast 100 Jahre lang kontinuierlich, bis sie 2008 endgültig geschlossen wurde.
Die Industriebauten zeigen, wie Bergleute und ihre Familien über Generationen hinweg in dieser Gegend lebten und arbeiteten. Die Gebäude und Maschinen erzählen von den täglichen Herausforderungen und dem Stolz auf die handwerkliche Arbeit unter Tage.
Das Gelände ist über Wanderwege zugänglich, die verschiedene Bereiche der Mine verbinden und es Besuchern ermöglichen, die Gebäude und Strukturen von außen zu erkunden. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen und sich Zeit für die Erkundung der einzelnen Schächte und Nebengebäude zu nehmen.
Der Förderturm über Schacht 2 war der einzige in der gesamten Ruhrregion, der durch Luftbombardements im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Dieses seltene Schicksal machte das Gelände zu einem ungewöhnlichen Zeugnis der Kriegsgeschichte der Region.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.