Gut Wahlstorf, Herrenhaus in Wahlstorf, Deutschland.
Gut Wahlstorf ist die älteste Gutsanlage Schleswig-Holsteins und liegt zwischen Preetz und Plön in der Gemeinde Wahlstorf. Das Backsteinherrenhaus steht auf einer Insel, die westlich von der Schwentine und östlich von einem von ihr gespeisten Wassergraben umflossen wird; eine mehrere hundert Meter lange Lindenallee führt auf sie zu. Die Wirtschaftsgebäude beiderseits der Hofachse stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
1224 wurde Wahlstorf als Walestorp erstmals urkundlich erwähnt; 1469 verkaufte Lüder von Rumohr den Besitz an Detlev von Thienen, der die Inselburg als zweigeschossiges Backsteindoppelhaus neu errichtete. Nach über 300 Jahren im Besitz der Familie von Thienen ging das Gut 1788 durch Heirat an die Familie Scheel von Plessen über. Bis zur Übernahme durch Preußen 1867 war das Gut auch Patrimonialgericht.
Der Name des Gutes ist 1224 als Walestorp erstmals urkundlich belegt. Ab 1938 lebte hier Victor von Plessen, Ornithologe und Forscher des Malaiischen Archipels; seine ethnographische Sammlung aus Indonesien und chinesische Kulturgüter befinden sich bis heute im Herrenhaus, das 1997 in die Plessen-Stiftung Wahlstorf überführt wurde.
Herrenhaus und Wirtschaftsgebäude liegen auf einer Insel, die westlich von der Schwentine und östlich von einem von der Schwentine gespeisten Wassergraben umflossen wird. Der Zugang führt über eine mehrere hundert Meter lange Lindenallee, deren alte Bäume vor einigen Jahren gefällt und neu gepflanzt wurden. Von der Gartenseite blickt man über die Schwentine auf den Südteil des Lanker Sees.
Die Diele des Herrenhauses, ein 9,30 auf 13 Meter großer Saal an der Südostecke, hat eine Giovanni Pietro Bellasio zugeschriebene Stuckdecke und ein rundes Deckengemälde von etwa 4,5 Metern Durchmesser, das teils verloren und 2010 restauriert wurde. Auf der Gartenseite stehen noch zwei Abtrittpfeiler.
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