Sorbisches Institut, Forschungszentrum für sorbische Studien in Bautzen, Deutschland
Das Sorbische Institut (obersorbisch Serbski institut) ist eine Forschungseinrichtung in Bautzen mit einer Zweigstelle in Cottbus. In seinem Hauptsitz in Bautzen beherbergt es die Serbska centralna biblioteka, die 1949 auf den Resten der Büchersammlung der Maćica Serbska gegründet wurde, sowie das Serbski kulturny archiw mit Dokumenten von Domowina, Maćica Serbska und Sokoł. Organisatorisch gliedert es sich in drei Abteilungen: Kulturwissenschaft, Sprachwissenschaft sowie Regionalentwicklung und Minderheitenschutz.
Das Institut wurde 1951 von Pawoł Nowotny als Institut za serbski ludospyt (Institut für sorbische Volksforschung) aus der wissenschaftlichen Sektion der Domowina gegründet. 1952 wurde es in die Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, später in die Akademie der Wissenschaften der DDR eingegliedert. Zum 1. Januar 1992 errichteten Brandenburg und Sachsen das Sorbische Institut neu, mit Sitz in Bautzen und einer Außenstelle in Cottbus.
Das Institut ist ein Ort, an dem man die Sprache, Bräuche und Geschichte der Sorben kennenlernen kann. Die Arbeit hier zeigt, wie diese Kultur in der Region Lausitz bis heute lebendig bleibt.
Die Einrichtung bietet Zugang zu ihren Archiven sowie Ausstellungen, wo man mehr über die Kultur erfahren kann. Besucher sollten beachten, dass umfangreiche Recherchen oder Archivnutzung möglicherweise vorherige Kontaktaufnahme erfordern.
Das Institut arbeitet mit Schulen und der Universität Leipzig zusammen und veröffentlicht seit Jahrzehnten wissenschaftliche Arbeiten. Diese Partnerschaft hilft dabei, sorbische Studien auch in der akademischen Welt lebendig zu erhalten.
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