Zeche Gneisenau, Kohlebergwerk im Stadtteil Derne, Dortmund, Deutschland.
Die Zeche Gneisenau ist eine ehemalige Kohlemine in Dortmund mit zwei markanten Stahlkonstruktionen aus der frühen Industriezeit. Der Komplex zeigt zwei unterschiedliche Fördergerüste, darunter ein frühes Stahlgerüst und einen zweistöckigen Turm, die den technischen Stand des Bergbaus dieser Epoche verdeutlichen.
Die Grube wurde 1873 gegründet und nahm 1886 ihre Arbeit auf und arbeitete bis 1985. Das Werk spielte eine zentrale Rolle in der Bergbaugeschichte der Region und prägte die industrielle Entwicklung Dortmunds über mehr als ein Jahrhundert.
Die Industrieanlage erscheint im deutschen Film 'Jede Menge Kohle' von 1981, der das Bergbauerbe Nordrhein-Westfalens dokumentiert.
Der Ort ist über die Gneisenau-Trasse erreichbar, einen ehemaligen Eisenbahnweg, der heute als Fuß- und Fahrradweg genutzt wird. Besucher können das Gelände zu Fuß erkunden und die Industriebauten aus verschiedenen Winkeln betrachten.
Das Tomson-Stahlgerüst auf dem Gelände ist das älteste erhaltene Stahlfördergerüst der Ruhr-Region und wurde von dem belgischen Ingenieur Eugen Tomson entworfen. Diese technische Innovation aus der frühen Industrialisierungsphase gilt als Meilenstein in der Entwicklung der Bergbautechnik.
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