Zwangsarbeiterlager Neuaubing, Zwangsarbeiterlager Gedenkstätte in Neuaubing, Deutschland
Das Zwangsarbeiterlager Neuaubing ist eine Gedenkstätte eines ehemals unter Nazi-Kontrolle betriebenen Lagers im Westen Münchens. Acht ursprüngliche Baracken prägen bis heute das Gelände an der Ehrenbürgstraße und bilden zusammen mit modernen Einrichtungen wie Künstlerateliers und Werkstätten einen räumlich gemischten Komplex.
Das Lager wurde 1942 gegründet und diente bis 1945 als Zwangsarbeitsstätte für bis zu 1.000 Menschen, die in den Neuaubinger Bahnwerkstätten arbeiten mussten. Die Baracken zeugen von dieser Vergangenheit und belegen das Ausmaß der Ausbeutung während der Nazi-Zeit.
Das Gelände trägt noch heute die Spuren seiner Vergangenheit und wird von Nachbarn und Besuchern als Ort der Erinnerung wahrgenommen. Die erhaltenen Baracken stehen sichtbar zwischen modernen Nutzungen und erinnern an das Leben der Zwangsarbeiter während des Krieges.
Das Gelände ist öffentlich zugänglich und liegt in westlicher Richtung von Münchens Zentrum, leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Besucher können das Areal selbstständig erkunden, und künftig werden zwei Baracken Ausstellungen beherbergen, um mehr über die Geschichte zu erfahren.
Dieses Areal beherbergt die größte Sammlung von Zwangsarbeiterbaraken in Süddeutschland, von denen acht der ursprünglichen elf noch stehen. Das Besondere ist, dass die Baracken inmitten aktueller gemeinschaftlicher Nutzungen erhalten blieben, statt isoliert als Museum konserviert zu werden.
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