Kraftwerk Bergkamen, Kohlekraftwerk in Bergkamen in Nordrhein-Westfalen
Das Bergkamen Kraftwerk ist eine große Kohlegewinnungsanlage in der Stadt Bergkamen in Nordrhein-Westfalen. Die Anlage liegt neben dem Datteln-Hamm-Kanal und besteht aus mehreren Einheiten mit einer Gesamtkapazität von etwa 780 Megawatt.
Das Kraftwerk wurde 1981 erbaut und begann seine Stromerzeugung aus Steinkohle zu einer Zeit, als große thermische Kraftwerke noch ein wichtiger Teil der deutschen Energieversorgung waren. Im Laufe der Jahre durchlief die Anlage Eigentümerwechsel zwischen RWE und STEAG, und in den 2020er Jahren entstanden Pläne für Umrüstungen auf alternative Brennstoffe wie Wasserstoff und Erdgas.
Der Standort ist ein gesichertes Industriegelände mit Umzäunungen und begrenztem öffentlichem Zugang, daher ist ein Besuch des Inneren normalerweise nicht möglich. Die besten Beobachtungspunkte befinden sich in der umliegenden Gegend, wo die charakteristischen Schornsteine und Gebäude aus der Ferne sichtbar sind.
Die Anlage verbrauchte einmal etwa 1,4 Millionen Tonnen Steinkohle pro Jahr und wurde daher über den benachbarten Datteln-Hamm-Kanal mit Brennstoff versorgt. Im September 2021 musste das Kraftwerk wegen Kohleknappheit und unzureichender Eisenbahnanbindungen mehrmals stillgelegt werden und zeigte damit die Verwundbarkeit solcher Großanlagen gegenüber Versorgungsunterbrechungen.
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