Bumannsburg, Mittelalterliche archäologische Stätte in Rünthe, Bergkamen, Deutschland.
Bumannsburg ist eine mittelalterliche Burganlage bei Rünthe in Bergkamen, deren Überreste aus einer rechteckigen Kernburg und einem großflächigen äußeren Bereich bestehen. Die Anlage zeigt die typische Struktur einer frühmittelalterlichen Festung mit Befestigungen, die an mehreren Stellen noch erkennbar sind.
Die Burg wurde zwischen 772 und 802 nach Christus erbaut, in einer Zeit, als Karl der Große die Sachsen besiegte und Mitteleuropa unter seine Kontrolle brachte. Archäologische Ausgrabungen im 20. Jahrhundert brachten Funde zutage, die zeigen, wie lange dieser Ort besiedelt und genutzt wurde.
Der Name Bumannsburg bezieht sich wahrscheinlich auf einen Anführer oder Besitzer aus frühmittelalterlicher Zeit, dessen Erinnerung im Ortsnamen bis heute erhalten blieb. Wenn man über das Gelände geht, kann man sich vorstellen, wie dieser Ort einmal als Stützpunkt und Zeichen der Macht gedient hat.
Das Gelände ist frei zugänglich und kann von außen besichtigt werden, wobei einige Wälle und Gräben noch gut zu erkennen sind. Die Stadt Bergkamen bietet Informationen und Orientierungshilfen für Besucher, die mehr über die Ausgrabungen und Funde erfahren möchten.
Pollenuntersuchungen aus dem Jahr 2006 zeigten, wie sich die Landschaftsvegetation in drei unterschiedlichen Phasen über tausend Jahre hinweg verändert hatte. Diese botanischen Spuren sind heute unsichtbar, offenbaren aber, wie sehr sich die Umgebung der Burg im Laufe der Zeit transformiert hat.
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