Schacht Lerche, Bergbauschacht in Hamm, Deutschland.
Der Schacht Lerche ist ein Förderturm im Ruhrgebiet, der sich 1.400 Meter tief in die Erde erstreckt und einen Durchmesser von 8 Metern hat. Die Anlage besitzt drei Kreislaufsysteme und Europas größte Kühlung zur Temperaturkontrolle in dieser Tiefe.
Der Schacht wurde 1971 als Schacht 7 der Zeche Königsborn gegründet und erreichte die Kohlenflöze bereits 1972 in 452 Metern Tiefe. Nach der Schließung anderer Anlagen wurde der Förderturm später an diesem Standort errichtet.
Der Schacht ist Teil der Route der Industriekultur und zeigt das bergbauliche Erbe Nordrhein-Westfalens durch erhaltene Bauwerke. Besucher können die Bedeutung des Kohleabbaus für die Region an diesem Standort unmittelbar erfassen.
Der Standort ist über die Route der Industriekultur leicht zugänglich und bietet Besuchern einen Überblick über die technische Ausstattung eines modernen Kohlebergwerks. Besucher sollten sich auf Unterschiede zwischen den oberirdischen und unterirdischen Bereichen bei der Planung ihres Besuchs einstellen.
Der 136-Tonnen-Förderturm wurde 2001 von der geschlossenen Zeche Romberg in Werne über 35 Kilometer weit zu diesem Standort transportiert. Dies macht das Bauwerk zu einem Beispiel für die Rettung und Wiederverwendung von Bergbau-Infrastruktur.
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