Müngstener Brücke, Stahleisenbahnbrücke in Solingen, Deutschland
Die Müngstener Brücke ist eine Stahleisenbahnbrücke, die auf 465 Metern Länge das Wuppertal in 107 Metern Höhe überspannt und Remscheid mit Solingen verbindet. Unter ihr verläuft der Fluss durch ein dichtes Waldgebiet, während oben die S-Bahn-Züge der Linie S7 über die nicht elektrifizierte Strecke rollen.
Die Bauarbeiten begannen 1894 mit der Montage von 5000 Tonnen Stahlprofilen durch das Unternehmen MAN Werk Gustavsburg, wobei 950.000 Nieten verwendet wurden. Der Abschluss der Arbeiten erfolgte 1897, und die Brücke blieb bis heute die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands.
Die Brücke trägt seit 1918 den Namen Müngsten, der sich vom nahegelegenen Ortsteil ableitet, nachdem sie zuvor nach Kaiser Wilhelm benannt war. Heute erkennt man die Konstruktion an den grünen Stahlbögen, die weithin sichtbar über dem bewaldeten Tal aufragen.
Die S-Bahn-Züge überqueren die Brücke regelmäßig, sodass man die Konstruktion sowohl vom Tal aus als auch von den Aussichtspunkten am Ufer betrachten kann. Ein Fußweg führt hinunter zum Fluss, von wo aus die gesamte Spannweite und Höhe gut sichtbar werden.
Die Hauptbögen wurden mit Kragarmbautechnik errichtet, wodurch während der Montage weniger Gerüst benötigt wurde und Material eingespart werden konnte. Diese Methode erlaubte es den Ingenieuren, die Konstruktion von beiden Ufern aus gleichzeitig voranzutreiben.
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