Befreiungshalle, Neoklassizistisches Monument auf dem Michelsberg, Kelheim, Deutschland
Die Befreiungshalle ist ein kreisförmiges Bauwerk aus hellem Kalkstein auf dem Michelsberg bei Kelheim, das von allen Seiten durch seine Kuppel und Säulen weithin sichtbar ist. Der Innenraum öffnet sich unter einer kassettierten Kuppel mit kreisrunder Öffnung in der Mitte, die Tageslicht auf den polierten Marmorboden fallen lässt.
König Ludwig I. von Bayern beauftragte den Architekten Leo von Klenze mit dem Entwurf, der 1842 begann und nach dessen Tod Friedrich von Gärtner die Arbeiten bis zur Einweihung 1863 vollendete. Das Gebäude sollte an den Sieg über Napoleon und die Neuordnung Europas nach den Befreiungskriegen erinnern.
Der Name bedeutet Halle der Befreiung und erinnert an den Sieg über fremde Herrschaft, was sich in jedem Detail widerspiegelt. Besucher sehen 34 geflügelte Figuren aus weißem Marmor, die sich über der Galerie die Hände reichen und einen geschlossenen Kreis bilden.
Der Aufstieg zum Denkmal führt über einen befestigten Weg, der sich durch Wald und offene Hänge windet und von mehreren Seiten zugänglich ist. Besucher können die Aussichtsplattform außen umrunden und von dort auf das Donautal und die umliegenden Hügel blicken.
Die Halle hat keine Fenster im üblichen Sinn, nur die kreisrunde Öffnung in der Kuppelspitze lässt Licht herein und verändert die Stimmung im Inneren je nach Tageszeit und Wetter. An sonnigen Tagen wandert der Lichtkreis langsam über die Wände und den Boden.
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