Wasserburg am Inn, Mittelalterliche Stadt auf Halbinsel am Inn, Bayern, Deutschland
Wasserburg am Inn ist eine Stadt in Bayern im Landkreis Rosenheim, deren Altstadtkern auf einer Halbinsel liegt, die der Inn mit einer markanten Schleife bildet. Das Wasser umschließt den Ort fast vollständig und trennt die historischen Gassen vom flachen Umland, das sich dahinter erstreckt.
Im Mittelalter kontrollierte der Ort die einzige Brücke über den Inn in weitem Umkreis und wurde dadurch zum zentralen Knotenpunkt für den Salztransport aus den Alpen. Bis ins 17. Jahrhundert hinein diente die Stadt als wichtigster Hafen für München, über den große Mengen Salz aus den Bergwerken bei Berchtesgaden und Bad Reichenhall verschifft wurden.
Der Name kommt von der Lage einer alten Burg, die einst von Wasser umgeben war und das Flussufer überwachte. Viele Fassaden in den engen Gassen tragen noch heute Fresken und Bemalungen, die an das Selbstbewusstsein der reichen Kaufleute aus jener Zeit erinnern.
Der Ortskern auf der Halbinsel ist am besten zu Fuß zu erkunden, da viele Gassen eng und für den Autoverkehr gesperrt sind. Geschäfte und Dienstleistungen konzentrieren sich sowohl in der Altstadt als auch in den neueren Quartieren außerhalb der Flussschleife, die mit dem Wagen gut erreichbar sind.
Die Flussschleife hat sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert und gibt der Altstadt noch heute ihre unverwechselbare natürliche Grenze. An wenigen Stellen ist der Abstand zwischen den beiden Flussufern so gering, dass man das gegenüberliegende Ufer über das Wasser hinweg deutlich sehen kann.
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