Wanne-Eickel, Verwaltungsbezirk in Herne, Deutschland
Wanne-Eickel ist ein Stadtteil im Norden von Herne, der sich auf rund 60 Metern Höhe zwischen dem Rhein-Herne-Kanal und den Autobahnen A42 und A43 erstreckt. Das Gebiet gliedert sich in mehrere Ortsteile, darunter das historische Crange und die früheren Bergbausiedlungen.
Kohlegruben lockten ab 1856 Arbeiter in diese Gegend, die bis dahin von Landwirtschaft geprägt war und sich rasch zu einem dicht besiedelten Industriezentrum entwickelte. Die Zechen schlossen nach und nach zwischen den 1960er und 1993, was den Wandel zur heutigen Wohnlandschaft einleitete.
Die Cranger Kirmes findet jedes Jahr an einem Ausläufer der Emscher statt und verwandelt das Viertel für zehn Tage in ein Volksfest mit Fahrgeschäften, Ständen und Buden. Der Name geht auf einen mittelalterlichen Pferdemarkt zurück, der sich über Jahrhunderte zum heutigen Rummelplatz entwickelte.
Der Stadtteil liegt an mehreren Autobahnausfahrten der A42 und A43, was die Anfahrt mit dem Auto erleichtert. Regionalbahnen und Buslinien verbinden die einzelnen Ortsteile miteinander und mit den umliegenden Städten des Ruhrgebiets.
Bis zur Eingemeindung 1975 galt dieser Teil des Ruhrgebiets als die am dichtesten besiedelte Stadt Deutschlands mit über 5100 Einwohnern pro Quadratkilometer. Heute erinnern Straßennamen und Denkmäler an die Zechen, die das Stadtbild über ein Jahrhundert lang prägten.
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