Osthaus Museum Hagen, Kunstmuseum in Hagen, Deutschland
Das Osthaus-Museum Hagen beherbergt moderne Kunstwerke in einem Gebäude mit markanten Elementen des Jugendstils, das vom belgischen Architekten Henry van de Velde entworfen wurde. Die Räume verbinden kunstvolle Gestaltung mit der Präsentation von Werken aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Karl Ernst Osthaus beauftragte 1898 den Berliner Architekten Carl Gérard mit dem Museumsbau und ließ ab 1900 den Innenausbau von Henry van de Velde entwerfen. 1902 eröffnete das Haus als Museum Folkwang, das weltweit erste Museum für zeitgenössische Kunst. Nach Osthaus' Tod 1921 verkauften die Erben 1922 Sammlung und Namensrechte an Essen; der leere Hagener Bau diente dem Kommunalen Elektrizitätswerk Mark als Bürogebäude. 1930 als städtisches Museum neu eröffnet, hieß es ab 1939 Karl-Ernst-Osthaus-Museum und trägt seit 2009 seinen heutigen Namen.
Das Museum trägt den Namen von Karl Ernst Osthaus, der hier 1902 die Sammlung Folkwang als weltweit erstes Museum für zeitgenössische Kunst eröffnete. Im Sommer 1907 zeigte er Arbeiten der „Brücke“ und pflegte enge Kontakte zu Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde und Alexander Archipenko. Seit 2009 gilt die kürzere Schreibweise Osthaus Museum Hagen, die den in der NS-Zeit eingeführten Namen ablöst.
Der Eingang liegt oben an einer kurzen Treppe aus grauem Stein, die drei Doppeltüren sitzen über kleinen vergitterten Souterrainfenstern. Innen zeigt die historische Eingangshalle Kunst um 1900, der Rohlfs-Raum liegt im Obergeschoss, das Junge Museum im Souterrain. Das Haus bildet mit dem Emil-Schumacher-Museum das Kunstquartier Hagen.
Das Gebäude war lange Zeit Büroraum für ein Elektrizitätsunternehmen, bevor es nach dem Zweiten Weltkrieg unter Leitung von Herta Hesse zum Museum umgewandelt wurde. Diese zweite Funktion zeigt, wie historische Bauwerke zu neuen Zwecken erweckt werden können.
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