Wachtendonk, Gemeinde am Niederrhein im Kreis Kleve im nordwestlichen Nordrhein-Westfalen
Wachtendonk ist eine kleine Gemeinde in der Region Kleve in Deutschland und liegt an der Stelle, wo die Flüsse Niers und Nette zusammenfließen. Das Zentrum wird von fruchtbaren Feldern, Wäldern und Wiesen umgeben und ist geprägt von alten Gebäuden aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie Kopfsteinpflasterstraßen, die seit Hunderten von Jahren unverändert geblieben sind.
Wachtendonk wurde im 12. Jahrhundert gegründet, als lokale Bischöfe eine Burg und einen Ort zum Schutz der Gegend errichteten, was auf eine über tausend Jahre alte Siedlungsgeschichte hindeutet. Im Mittelalter war die Stadt mehrmals umkämpft und wechselte zwischen den Herrschaften, bis sie 1713 Teil Preußens wurde und ein Großbrand 1708 viele Gebäude zerstörte, die später in früh-klassizistischem Stil wieder aufgebaut wurden.
Der Name Wachtendonk leitet sich von der mittelalterlichen Wachtfunktion des Ortes ab, was in den Straßennamen und der Anordnung der Häuser um die alte Burg noch heute erkennbar ist. Besucher können diese historische Struktur beim Spaziergang durch die engen Gassen und vorbei an den traditionellen Fachwerkhäusern mit ihren farbigen Fassaden unmittelbar erleben.
Der Ort ist am einfachsten mit dem Auto zu erreichen und liegt in der Nähe der Autobahn 40, was die Anfahrt aus größeren Städten erleichtert. Da es keinen Bahnhof gibt, sind Busse und Autofähren die hauptsächlichen Transportmittel, wobei die Fährüberquerung des Niers-Flusses bei Radfahrern beliebt ist, um zwischen Deutschland und den Niederlanden zu wechseln.
Die Straßenstruktur des Ortes ist seit etwa 1560 praktisch unverändert geblieben und zeigt ein seltenes Beispiel einer mittelalterlichen Stadtplanung, die über Jahrhunderte hindurch bewahrt wurde. Dies macht Wachtendonk zu einem der wenigen Orte, in dem man durch die Gassen läuft und die gleichen Wege geht, die Bewohner vor mehr als vier Jahrhunderten nutzten.
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