Museum Wiesbaden, Kunst- und Naturkundemuseum in Wiesbaden, Deutschland
Das Museum Wiesbaden ist ein Gebäude mit zwei Sammlungen unter einem Dach: Kunstwerke verschiedener Epochen und naturhistorische Objekte. Die Räume verteilen sich über mehrere Ebenen und zeigen sowohl lokale als auch überregionale Bestände.
Die drei Museen gehen auf das Jahr 1825 zurück, als Goethe den Frankfurter Sammler Johann Isaac von Gerning überzeugte, seine Kunst- und Naturaliensammlungen gegen eine Leibrente dem Herzogtum Nassau zu überlassen. Ab 1821 nutzten sie das Erbprinzenpalais an der Wilhelmstraße. Nach der Übernahme durch die Stadt 1899 entwarf Architekt Theodor Fischer einen Neubau mit drei Flügeln an der Ecke Wilhelmstraße/Rheinstraße, dessen Grundstein 1913 gelegt wurde. Die Gemäldegalerie eröffnete am 1. Oktober 1915; das Naturwissenschaftliche Museum und das Museum Nassauischer Altertümer folgten am 15. Juli 1920.
Die bedeutendste Sammlung des Hauses ist die Alexej-von-Jawlensky-Sammlung, die der Direktor Clemens Weiler ab den 1950er Jahren aufbaute; Jawlenskys Spätwerk ist ein lokaler Bezugspunkt. Der 1812 gegründete Nassauische Kunstverein veranstaltete in den 1920er und frühen 1930er Jahren Wechselausstellungen in der Hälfte der Gemäldegalerie.
Das Museum steht an der Ecke Wilhelmstraße/Rheinstraße im Stadtteil Südost, wenige Gehminuten von der Innenstadt entfernt. Der Eingang liegt unter dem viersäuligen Portikus mit Dreiecksgiebel des Mittelbaus und ist über Stufen erreichbar. Im Nordflügel wird die Naturhistorische Sammlung gezeigt, im Südflügel die Kunstsammlung.
Die naturhistorische Sammlung vereint regionale Gesteine und Fossilien mit internationalen Stücken und zeigt, wie die lokale Geologie mit der Welt verbunden ist. Manche Besucher übersehen diese Abteilung völlig und konzentrieren sich nur auf die Kunsträume.
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