Villa Clementine, Literaturzentrum in Wiesbaden, Deutschland
Villa Clementine ist ein Herrenhaus in Wiesbaden, das von 1878 bis 1882 errichtet wurde und Elemente der römischen und pompejanischen Architektur in seinem Aufbau zeigt. Das Gebäude steht an der Ecke von Wilhelmstraße und Frankfurter Straße und beherbergt heute mehrere Räume, darunter den Blauen Salon und einen Garten mit Terrassen.
Das Haus wurde von Architekt Georg Friedrich Fürstchen für Ernst Meyer entworfen und erhielt seinen Namen von dessen Ehefrau Clementine, die starb, bevor die Arbeiten abgeschlossen waren. Im Jahr 1902 übernahm die Freie Gemeinde das Gebäude und nutzte es für ihre Zwecke, bevor es später als Wohnhaus und schließlich als Kulturort umgewandelt wurde.
Das Haus wird seit 2002 als Literaturhaus genutzt und zeigt, wie es sich in den Alltag des Ortes einwebt: Lesungen und Diskussionsrunden mit Autoren finden regelmäßig statt, während Besucher in den Räumen selbst verweilend das Gefühl bekommen, Teil einer lebendigen Buchkultur zu sein. Die Sammlungen in den öffentlichen Bücherregalen und die Veranstaltungen prägen heute das Bild des Hauses.
Die Villa ist samstags von 13 Uhr bis 18 Uhr für Besucher geöffnet und bietet Zugang zu mehreren Räumen für Erkundungen. Im oberen Geschoss gibt es ein Café und die Räume sind barrierefrei erreichbar, was einen komfortablen Besuch ermöglicht.
Die Villa diente 1978 als Drehort für eine elfteilige Fernsehverfilmung von Thomas Manns Roman Die Buddenbrooks und prägt damit ein Stück Literaturgeschichte des Fernsehens. Diese Verbindung zum berühmten Roman zeigt, wie die Architektur des Ortes selbst zum Charakter einer literarischen Welt beitragen kann.
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