Villa Clementine, Literaturzentrum in Wiesbaden, Deutschland
Villa Clementine ist ein Herrenhaus in Wiesbaden, das von 1878 bis 1882 errichtet wurde und Elemente der römischen und pompejanischen Architektur in seinem Aufbau zeigt. Das Gebäude steht an der Ecke von Wilhelmstraße und Frankfurter Straße und beherbergt heute mehrere Räume, darunter den Blauen Salon und einen Garten mit Terrassen.
Die Villa wurde 1878–1882 vom Architekten Georg Friedrich Fürstchen für den Mainzer Unternehmer Ernst Meyer erbaut und nach dessen Frau Clementine benannt, die kurz vor der Fertigstellung starb. 1888 wurde sie Schauplatz des Wiesbadener Prinzenraubs. 1960 erwarb die Stadt das Gebäude; nachdem Pläne für eine U-Bahn-Station verworfen wurden, beschloss sie 1973 die kulturelle Nutzung.
Die Villa trägt den Namen von Clementine Meyer, der Frau des Bauherrn Ernst Meyer, die kurz vor der Fertigstellung starb. Heute beherbergt sie den Wiesbadener Presseclub und ein Literaturhaus; öffentliche Bücherschränke stehen im Blauen Salon des Obergeschoss-Cafés und im Garten.
Die Villa steht an der Ecke Wilhelmstraße/Frankfurter Straße. Das Café im Obergeschoss mit seinem Blauen Salon und der Garten enthalten öffentliche Bücherschränke, die sich beim Besuch durchsehen lassen. Das Haus wird für Veranstaltungen und als Literaturhaus genutzt, daher können Räume während einer Veranstaltung geschlossen sein.
Die Villa diente 1978 als Drehort für eine elfteilige Fernsehverfilmung von Thomas Manns Roman Die Buddenbrooks und prägt damit ein Stück Literaturgeschichte des Fernsehens. Diese Verbindung zum berühmten Roman zeigt, wie die Architektur des Ortes selbst zum Charakter einer literarischen Welt beitragen kann.
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