Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes im Krisen- und Verteidigungsfall zur Wahrung von deren Funktionstüchtigkeit, Militärmuseum in Rheinland-Pfalz, Deutschland
Der Regierungsbunker ist ein unterirdisches Tunnelsystem in Rheinland-Pfalz, das sich über 19 Kilometer erstreckt und heute als Museum zugänglich ist. Die Anlage verfügt über 936 Schlafräume, 897 Büros und 3.300 Stahltüren, die durch gewundene Gänge verbunden sind.
Die Anlage entstand zwischen 1960 und 1972 als Zufluchtsort für Bundesbehörden während des Kalten Krieges. Nach dem Mauerfall verlor sie ihren Zweck und öffnete später als Dokumentationsstätte über jene Epoche.
Das komplexe Belüftungssystem sollte die Luft reinigen und bis zu 3.000 Personen schützen, während spezielle Dekontaminationskammern am Eingang standen. Telekommunikationsräume erlaubten verschlüsselte Verbindungen nach außen, und Lebensmittelvorräte wurden in eigenen Lagerhallen aufbewahrt.
Besuche sind von April bis Oktober mittwochs, samstags und sonntags zwischen 10 Uhr und 16:30 Uhr möglich. Die gesamte Anlage ist barrierefrei zugänglich und auch mit Rollstuhl befahrbar.
Die Anlage verfügte über eigene Stromgeneratoren, Wassersysteme und Luftfilter, um 30 Tage komplett abgeschlossen arbeiten zu können. Eigens gebaute Krankenstationen mit Operationssälen sollten medizinische Versorgung unter Tage gewährleisten.
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