Gedenkstätte Silberbergtunnel, Kriegsdenkmal-Tunnel in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Deutschland.
Der Silberbergtunnel ist ein 660 Meter langer Stollen, der durch den Berg Silberberg führt und mit nachgebauten Holzbauten an seinem östlichen Eingang versehen ist. Die Anlage ist mit Wegen ausgestattet, die Besuchern die Bewegung durch die verschiedenen Bereiche ermöglichen.
Der Tunnel wurde ab 1910 ursprünglich für Eisenbahnzwecke geplant, wurde aber später nicht als Eisenbahnstrecke genutzt. Während des Zweiten Weltkriegs bot er Tausenden Zivilisten Schutz vor den Luftangriffen der Alliierten in den Jahren 1944 bis 1945.
Die Unterkünfte im Tunnel hießen „Büdchen“, Holzhütten für bis zu 20 Personen, die mit Hausnummern versehen waren; zur „Stadt im Berg“ gehörte sogar ein Postamt. In der Tunnmitte blieb die Adolf-Hitler-Allee für den Fahrradverkehr frei.
Die Gedenkstätte liegt am Ostportal des Silberbergtunnels, direkt am Rotweinwanderweg. Die als Freilichtmuseum gestaltete Anlage wurde vom Heimatverein Alt-Ahrweiler geschaffen, der den zugewucherten Tunneleingang freilegte und einige der früheren Hütten nachbaute. Der Zugang erfolgt zu Fuß; eine Barrierefreiheit wird nicht beschrieben.
In Betrieb ging der Tunnel nie: Der Bau des Strategischen Bahndamms begann 1910, 1923 kam der Baustopp. 1947 sprengten französische Pioniere den Stollen. Die Gedenkstätte am Ostportal eröffnete der Heimatverein Alt-Ahrweiler am 3. Juli 2004, nachdem Freiwillige den zugewucherten Eingang freigelegt und einige der Hütten nachgebaut hatten.
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