Ammersee, Gletschersee in Oberbayern, Deutschland
Der Ammersee erstreckt sich über 47 Quadratkilometer in Oberbayern und ist damit Deutschlands sechstgrößtes Süßwassergewässer mit einer Tiefe von bis zu 81 Metern. Das Ostufer zeigt sich mit vielen öffentlichen Zugängen und kleinen Ortschaften, während das Westufer von weitläufigen Schilfflächen und naturbelassenen Zonen gesäumt wird.
Das Becken entstand während der letzten Eiszeit durch die Bewegung des Gletschers, der beim Rückzug diese Vertiefung hinterließ. Keltische Händler bauten Routen durch die Region, um Bernstein vom Norden über den Brennerpass in den Süden zu bringen.
Der Name leitet sich vom Fluss Ammer ab, der den See im Süden speist und die Region seit Jahrhunderten prägt. Viele Einwohner der umliegenden Dörfer nutzen die Uferwege zum Spazieren, während im Sommer Segelboote auf dem Wasser kreuzen und das Bild der Landschaft mitgestalten.
Die Ostseite bietet zahlreiche öffentliche Badestellen und Bootsstege, die auch an warmen Sommertagen einfach zu erreichen sind. Die Westseite bleibt weitgehend naturbelassen und eignet sich eher für ruhige Wanderungen entlang der Uferwege, ohne viel Infrastruktur oder Trubel.
In den Tiefen lebt der Ammersee-Kilch, eine Fischform, die man nur hier antrifft und nirgendwo sonst auf der Welt. Unter Wasser liegen außerdem Überreste prähistorischer Siedlungen, die Archäologen immer wieder neue Einblicke in frühe Lebensweisen geben.
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