Hauptfriedhof Mainz, Denkmalgeschützter Friedhof in Mainz, Deutschland.
Der Hauptfriedhof Mainz ist eine große Grabstätte in der Stadt Mainz mit systematisch angelegten Bereichen und Wegen. Die Anlage umfasst zahlreiche Gräber und Gedenksteine, die über das Gelände verteilt sind.
Der Friedhof wurde 1803 gegründet, nachdem Mainz unter französische Verwaltung kam, und ersetzt damit frühere Bestattungsplätze in der Stadt. Das Gelände war bereits seit der Antike für Bestattungen genutzt worden.
In Mainz sagt man „Komm, wir gehen zum Aureus“, wenn man den Hauptfriedhof besucht; der Bischof soll hier den Märtyrertod erlitten haben, seine Gebeine kamen später nach St. Alban. Die beiden Gruftenstraßen versammeln die Grabdenkmäler bedeutender Mainzer Familien, der älteste erhaltene Grabstein stammt von 1805.
Der Friedhof ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und liegt an einer Straßenbahnhaltestelle mit guter Anbindung. Besucher sollten sich Zeit für einen Spaziergang nehmen und das Gelände mit bequemen Schuhen erkunden.
Der Friedhof diente als Vorbild für den ein Jahr später, 1804, angelegten Friedhof Père-Lachaise in Paris. An seinen beiden Gruftenstraßen liegen die Portalgruften, auch „Backofengruften“ genannt: unterirdische Gruften mit Sargkammern, die über eine Treppe erreichbar sind, 1850 bis 1879 angelegt und auf keinem anderen Friedhof Deutschlands zu finden.
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