Jüdischer Friedhof, Jüdischer Friedhof in Mainz, Deutschland.
Der Jüdische Friedhof Mainz ist 20,7 ha groß und grenzt an der Zahlbacher Straße und am Xaveriusweg südlich an den Hauptfriedhof. Die backsteinerne Trauerhalle nach Plänen von Stadtbaumeister Eduard Kreyßig ist ein eingeschossiger Bau in orientalisierenden Formen mit Zwiebelhauben auf den Eckpfeilern, einem Zackenbogen-Baldachin über dem Eingang und Hufeisenbögen im Inneren. Die Gräber liegen in nummerierten Feldern, von schlichten beschrifteten Steinen bis zu klassizistischen Grabmälern wie Obelisken und Ädikulen.
1878 erwarb die Israelitische Religionsgemeinde das Gelände, weil auf dem bisherigen Judensand kein Platz mehr war; seit dem 2. Januar 1881 wird hier beigesetzt. An diesem Tag wurde der Friedhof eingeweiht und die nach Plänen des Stadtbaumeisters Eduard Kreyßig errichtete Trauerhalle mit Tahararaum an den Gemeindevorsteher Moritz Oppenheim übergeben. 1948 kam eine Gedenktafel hinzu.
Der Friedhof zeigt hebräische Inschriften und Symbole auf den Grabsteinen, die verschiedene Phasen jüdischen Lebens in der Stadt spiegeln. Diese Grabstätten erzählen durch ihre Gestaltung von den Traditionen und Bräuchen, die hier über Jahrhunderte hinweg gelebt wurden.
Der Friedhof liegt an der Zahlbacher Straße/Ecke Xaveriusweg, unmittelbar südlich des Mainzer Hauptfriedhofs. Geöffnet ist er April bis September von 8 bis 19 Uhr, Oktober bis März von 8 bis 17 Uhr; samstags und an jüdischen Feiertagen bleibt er geschlossen. Am 1. November beteiligt er sich am Tag des Friedhofs auf dem benachbarten Hauptfriedhof.
Die 1948 auf dem Friedhof angebrachte Gedenktafel trägt die Inschrift: „Unseren Opfern zum Gedenken, Den Mördern zur Schande, Den Lebenden zur Mahnung“. Friedhof und Trauerhalle sind als Denkmalzone zusammengefasst; die Halle zählt zu den bedeutendsten der siebzehn noch bestehenden Bauten ihrer Art in Rheinland-Pfalz.
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