Garnisonkirche St. Martin, Katholische Pfarrkirche in Albertstadt, Dresden, Deutschland.
Die Garnisonkirche St. Martin ist eine Pfarrkirche in Albertstadt mit einer 90 Meter hohen Fassade im Stil der Neoromantik, gekennzeichnet durch runde Bögen und kräftige Steinpfeiler. Das Bauwerk wirkt massiv und eigenständig in der urbanen Umgebung und besteht aus klar definierten Räumen für verschiedene liturgische Funktionen.
Die Kirche wurde zwischen 1893 und 1900 erbaut und entstand durch Reparationszahlungen Frankreichs nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich der Ort zur ökumenischen Stätte, wo Protestanten und Katholiken gemeinsam Raum finden.
Der Name bezieht sich auf die militärische Geschichte des Stadtteils Albertstadt, da die Kirche ursprünglich für Soldaten und ihre Familien gebaut wurde. Besucher bemerken heute, wie der Ort beiden Glaubensgemeinschaften Raum bot und diese Offenheit bis heute bewahrt hat.
Das Bauwerk liegt auf Stauffenbergallee in Nähe des zentralen Arsenalgebäudes auf erhöhtem Gelände mit freiem Blick über das Prießnitztal. Von dieser Position aus erschließen sich Wanderstrecken durch die Umgebung und Sichtlinien zur Dresdner Innenstadt.
Das Gebäude wurde mit Geldern aus Kriegsentschädigungen gebaut und trägt somit ein Kapitel europäischer Geschichte in seiner Architektur. Diese ungewöhnliche Entstehungsgeschichte verbindet militärische Vergangenheit mit einem Ort des Friedens und der Andacht.
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