Altes Gronauer Schloss, Mittelalterliche Burgruine in Krofdorf-Gleiberg, Deutschland.
Gronauer Schloß sind Ruinen einer Burg, die auf einem Felsen oberhalb des Flusses Salzböde thront. Die Überreste zeigen noch erhaltene Mauern, Gräben und mehrere Gebäudefundamente, die das einstige Ausmaß der Anlage verdeutlichen.
Ausgrabungen zwischen 1936 und 1950 brachten die Anlage mit einer karolingischen Straßenfeste in Verbindung, die eine Furt und eine Altstraße im Salzbödetal sicherte; die Anfänge werden um 720 unter Karl Martell vermutet. Nach dem Bau der Burg Gleiberg verlor sie ihre Funktion, und die Grabungen 2015/2016 legten ein saalartiges Gebäude frei, das per C14-Analyse in die erste Hälfte des 10. Jahrhunderts datiert und den Konradinern zugeschrieben wird.
Der Name Gronauer Schloss stammt nicht von einer Familie: Die Quellen verorten die Anlage im Tal der Salzböde bei Salzböden, und die Ruine heißt auch Gronauer Altes Schloss. Das südlich der Mauern gelegene Battingsfeld ist bis heute eine landwirtschaftlich genutzte Rodungsinsel, sodass sich Burgruine und bewirtschaftete Fläche ergänzen.
Das Gelände ist ganzjährig zugänglich und mit Informationsschildern versehen, die die Struktur der mittelalterlichen Anlage erklären. Besucher sollten mit unebenem Terrain und steilen Bereichen rechnen, daher sind geeignete Schuhe empfehlenswert.
Grabungen im Jahr 2015 brachten ein zuvor unbekanntes Hallengebäude mit Putzresten ans Licht. Diese Funde zeigen, dass das Areal während des frühen Mittelalters ununterbrochen besiedelt wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.117 Mitwirkenden weltweit.