Benediktinerabtei Neresheim, Benediktinerabtei in Neresheim, Deutschland
Die Abtei Neresheim ist ein benediktinisches Kloster auf einem Hügel über der gleichnamigen Stadt im Ostalbkreis. Die barocke Klosterkirche zeigt sieben Kuppeln und eine von Balthasar Neumann entworfene Raumgestaltung, die Licht und architektonische Klarheit miteinander verbindet.
Das Kloster wurde 1095 als Augustiner-Chorherrenstift gegründet und wechselte 1106 unter Hartmann I. von Dillingen zum Benediktinerorden. Die heutige barocke Kirche entstand zwischen 1745 und 1792 und ersetzte einen mittelalterlichen Vorgängerbau.
Der Name Neresheim leitet sich von der nahegelegenen Quelle ab, und die Klosteranlage zeigt bis heute die für benediktinische Gemeinschaften typische Verbindung von Gebet und Arbeit. Besucher können während der Gottesdienste erleben, wie die Mönche den gregorianischen Choral in der Kirche singen.
Die Klosteranlage ist ganzjährig zugänglich und bietet neben Kirchenführungen auch eine Buchhandlung, ein Restaurant sowie Gästezimmer für Übernachtungen an. Wer die Kirche besucht, sollte auf die Gottesdienstzeiten achten, um die Mönche bei ihrem Gebet nicht zu stören.
Die Kirche beherbergt eine große barocke Orgel von Johann Nepomuk Holzhey aus den Jahren 1792 bis 1797, die mit 3.861 Pfeifen und 45 Registern zu den bedeutendsten Instrumenten ihrer Zeit zählt. Bei Konzerten und Gottesdiensten entfaltet das Instrument seinen vollen Klang im Raum unter den sieben Kuppeln.
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